Für Studierende

Psychische Probleme im Studium: Was Sie jetzt tun können

An fast jeder Hochschule gibt es kostenlose, vertrauliche Beratung, oft ohne lange Wartezeit. Für Prüfungen und Fristen gibt es Regeln, die Ihnen Luft verschaffen. Therapie läuft wie bei allen anderen über die Sprechstunde.

Beratung direkt an der Hochschule

Viele Hochschulen und Studierendenwerke bieten psychologische Beratung an: kostenlos und vertraulich, bei Prüfungsangst, Depression, Einsamkeit oder Studienzweifeln. Suchen Sie auf der Website Ihrer Hochschule nach „psychologische Beratung“.

Das ist keine Psychotherapie, aber oft der schnellste erste Schritt. Die Beratung kennt auch die Regeln Ihrer Hochschule.

Wenn eine Prüfung ansteht

  • Wer krank ist, kann in der Regel von einer Prüfung zurücktreten. Meist braucht es ein ärztliches Attest, das sofort beim Prüfungsamt eingehen muss.
  • Maßgeblich ist Ihre Prüfungsordnung; manche verlangen ein amtsärztliches Attest. Gehen Sie möglichst vor dem Termin zum Arzt.
  • Bei länger andauernder Erkrankung kann ein Nachteilsausgleich möglich sein. Fragen Sie die Beauftragten für Studierende mit Beeinträchtigung.

Wenn gar nichts mehr geht: Urlaubssemester

Bei Krankheit können Sie sich meist beurlauben lassen. Üblich ist ein ärztliches Attest; ein Urlaubssemester zählt in der Regel nicht als Fachsemester. Die genauen Regeln stehen bei Ihrer Hochschule. Klären Sie vorher, was das für BAföG, Stipendium und Krankenversicherung bedeutet.

Therapie im Studium

Für Psychotherapie gelten dieselben Wege wie für alle gesetzlich Versicherten: Sprechstunde, Terminservicestelle, Warteliste. Mit Gesundheitskarte brauchen Sie keine Überweisung. Sind Sie bei den Eltern mitversichert oder privat über sie versichert, fragen Sie vorab, wer welche Post bekommt.

Das fragen sich viele

Vorlagen für den ersten Schritt

Wenn es gerade nicht mehr auszuhalten ist

Bei Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, oder wenn Sie sich nicht mehr sicher fühlen: Notruf 112. Die Telefonseelsorge ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Erste Hilfe in einer Krise