Wo ich feststecke

Krankgeschrieben und auf der Warteliste

Sie müssen nicht warten, ohne dass etwas passiert. Die Krankschreibung läuft über Ihre Haus- oder Facharztpraxis weiter, nach sechs Wochen zahlt in der Regel die Kasse Krankengeld, und es gibt Hilfe, die schneller beginnt als eine Therapie.

Krankschreibung und Geld

  • Lassen Sie die Krankschreibung ohne Lücke verlängern. Eine Lücke kann den Anspruch auf Krankengeld gefährden.
  • Die ersten sechs Wochen zahlt in der Regel der Arbeitgeber.
  • Danach zahlt die Kasse Krankengeld: 70 Prozent des Bruttos, höchstens 90 Prozent des Nettos.
  • Wegen derselben Krankheit gibt es Krankengeld höchstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren. Die Zeit der Lohnfortzahlung zählt mit.
  • Selbstständige und freiwillig Versicherte: Ob und ab wann Krankengeld gezahlt wird, hängt vom Tarif ab. Fragen Sie Ihre Kasse.

Wenn die Krankenkasse anruft

Viele Kassen bieten Beratung im Krankengeldbezug an. Das ist freiwillig; dafür braucht die Kasse Ihre Einwilligung. Erzählen Sie dort nur, was Sie möchten. Sagen Sie aber ruhig, dass Sie keinen Therapieplatz finden: Das ist die Aufgabe, bei der die Kasse helfen kann.

Was in der Wartezeit möglich ist

  • Akutbehandlung, wenn sie in der Sprechstunde empfohlen wurde.
  • Psychiatrische Praxis, um abzuklären, ob Medikamente helfen können.
  • Tagesklinik, wenn ambulant nicht reicht. Fragen Sie die Haus- oder Facharztpraxis nach einer Einweisung.
  • Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen, oft ohne lange Wartezeit.
  • Kostenerstattung für eine Privatpraxis: Antrag erstellen.

Wenn Sie zurück zur Arbeit gehen

Nach längerer Krankheit ist ein stufenweiser Wiedereinstieg möglich. Sprechen Sie Ihre Praxis darauf an. Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement ist ein Angebot, keine Pflicht für Sie.

Für heute reicht das

  • Prüfen Sie das Datum Ihrer Krankschreibung und vereinbaren Sie den nächsten Termin rechtzeitig.

Wer helfen kann

Mögliche Wege im Vergleich
WegWas er bringtZeitKosten
Hausarztpraxis Erste Anlaufstelle: hört zu, klärt Körperliches ab, kann krankschreiben und weiterleiten. meist kurzfristig Kassenleistung
Akutbehandlung Kurzfristige Hilfe in einer akuten Belastung, bis zu 12 Stunden. Setzt die Empfehlung aus der Sprechstunde voraus. Vermittlung über die 116 117 Kassenleistung, ohne Antrag
Tagesklinik oder Klinik Wenn ambulante Hilfe nicht reicht oder es schnell schlechter wird. nach Einweisung; im Notfall sofort Kassenleistung, Zuzahlung möglich
Beratungsstelle oder Selbsthilfe Gespräch und Austausch, auch ohne Diagnose. Ersetzt keine Therapie, wenn sie nötig ist. oft ohne lange Wartezeit meist kostenlos
Kostenerstattung Die Kasse bezahlt eine approbierte Privatpraxis, wenn kein Kassenplatz zu bekommen ist. Entscheidung in 3 bis 5 Wochen Kasse zahlt nach Bewilligung

Welcher Weg passt zu Ihrer Lage? Zum Wege-Vergleich

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Wenn es gerade nicht mehr auszuhalten ist

Bei Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, oder wenn Sie sich nicht mehr sicher fühlen: Notruf 112. Die Telefonseelsorge ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Erste Hilfe in einer Krise